Dänemark

In Dänemark gibt es mehr als 600.000 Öfen und Heizkessel, in denen Holz verbrannt werden kann. Im Jahr 2015 haben Feuerungsanlagen in Haushalten 15.610 Tonnen PM2,5 sowie 2.000 Tonnen Ruß ausgestoßen – mehr als Verkehr, Industrie und Großkraftwerke zusammen.
Zugleich trägt Holzfeuerung aber nur im einstelligen Prozentbereich zur Gesamtenergieversorgung Dänemarks bei.

Herausforderungen

Holzfeuerung hat eine lange Tradition in Skandinavien und ein Großteil der dänischen Bevölkerung hat Zugang zu günstigem Brennholz. Zudem ist Holz – im Gegensatz zu anderen Wärmequellen wie Öl, Gas und Wärmepumpen – von jeglichen Energiesteuern befreit. Mehr als die Hälfte der Holzfeuerungsanlagen ist veraltet. Würden all diese Anlagen durch moderne Öfen ersetzt, die den Anforderungen des norwegischen Umweltzeichens (Nordic Swan) entsprechen, könnten die Emissionen etwa um die Hälfte gesenkt werden. Weit mehr ließe sich erreichen, wenn statt neuer Öfen und Kessel Solar- oder Geothermie eingesetzt würden.

Weitere Herausforderungen ergeben sich in Dänemark unter anderem durch folgende Entwicklungen: 

  • Entscheidung des dänischen Parlaments, die Neuinstallation von Ölheizkessel zu verbieten, wird zu steigender Nutzung von Holzheizkesseln führen.
  • Holzöfen erfreuen sich weiterhin wachsender Beliebtheit und viele Bürgerinnen und Bürger sind sich nicht der Umweltfolgen bewusst und das obwohl in weiten Teilen Dänemarks ökologische Nah- und Fernwärme zur Verfügung steht.
  • Schornsteinfeger verkaufen Öfen und bewerben diese als klimafreundliche Alternative.