EU-Politik

Unsere Luft muss sauberer werden! Auf europäischer Ebene existieren bereits einige gesetzliche Vorgaben, die teilweise direkt, teilweise indirekt die Holzfeuerung betreffen.

Luftqualität

Die Europäische Luftqualitätsrichtlinie (2008/50/EG) schreibt Luftqualitätsstandards und Grenzwerte für diverse Luftschadstoffe fest. Für Feinstaub gilt Folgendes: Der Grenzwert für PM10 von 50 µg/m³ darf höchstens an 35 Tagen pro Jahr überschritten werden. Der Grenzwert für PM2,5 sieht im Jahresdurchschnitt eine maximale Konzentration von 25 µg/m3 vor. Damit fallen die Anforderungen deutlich schwächer aus als die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. Dennoch haben viele Städte und Regionen Probleme, die EU-Vorgaben zu erfüllen. Deshalb hat die Europäische Kommission bereits Vertragsverletzungsverfahren gegen mehr als ein Dutzend Mitgliedstaaten gestartet, um die Luftqualitätsziele durchzusetzen.

Seit dem 31. Dezember 2016 ist die überarbeitete Richtlinie über die Reduktion der nationalen Emissionen bestimmter Luftschadstoffe (2016/2284, kurz NEC-Richtlinie) in Kraft und reguliert den Ausstoß der gesundheitsgefährdenden Luftschadstoffe Schwefeldioxid (SO2), Stickstoffoxide (NOx), Ammoniak (NH3), flüchtige organische Verbindungen außer Methan (NMVOC) und Feinstaub (PM2,5). Die Richtlinie legt Minderungsziele für 2020 und 2030 fest. Die EU-Mitgliedstaaten müssen nationale Luftreinhalteprogramme erstellen, verabschieden und umsetzen sowie die Emissionen der Schadstoffe regelmäßig überwachen und Bericht über deren Entwicklung erstatten. 

Effizienz und Emissionen

Die Europäische Gesetzgebung zum Ökodesign und zur Energiekennzeichnung von Produkten zielt darauf ab, Produkte mit hohem Energieverbrauch vom Markt zu nehmen und so zu den EU-Effizienzzielen beizutragen. Die Ökodesign-Vorgaben für Festbrennstoffkessel (2015/1189/EU) und Einzelraumfeuerungsanlagen (2015/1185/EU) werden 2020 bzw. 2022 in Kraft treten und beinhalten aufgrund der Gesundheitswirkung von Biomasseverbrennung auch Schadstoffgrenzwerte.