Messungen

Die lokale Luftverschmutzung durch Holzfeuerung kann durch die Messung ultrafeiner Partikel (PM0,1) quantifiziert werden. Diese Partikel haben einen Durchmesser von weniger als 100 Nanometern und werden in der Maßeinheit Anzahl der Partikel pro Kubikzentimeter (cm3) erfasst. Die Messungen der Deutschen Umwelthilfe und des Danish Ecological Council werden mit einem P-Trak (Model 8525 Ultrafine Particle Counter) des Herstellers TSI durchgeführt.

Im Rahmen des Projekts sind Messungen in Deutschland, Dänemark und weiteren EU-Staaten vorgesehen. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Messungen:

  • Messungen in Wohngebäuden (indoor): Hierbei wird die Partikelbelastung durch Holzöfen in Innenräumen erfasst.
  • Messungen der Umgebungsluft (outdoor): In Wohngebieten mit hohem Anteil von Holzfeuerungsanlagen kann gemessen werden, wie hoch die Partikelbelastung in der Außenluft ist.
  • Emissionsmessungen (direkt am Schornstein): Hiermit können beispielsweise die Einflüsse unterschiedlicher Brennstoffarten oder des Betreiberverhaltens auf die Emissionen ermittelt werden.

Die im Rahmen des Projekts durchgeführten Messungen sind ein guter Indikator für die Umweltwirkung von Holzfeuerungsanlagen und können mit Messungen anderer Quellen (z.B. stark befahrene Straße) verglichen werden. Auf ihrer Grundlage lassen sich somit weitere wissenschaftliche Untersuchungen durchführen. Gleichwohl sind die Messungen nicht geeignet, um beispielsweise im Falle von Nachbarschaftsstreitigkeiten gerichtsfeste Messdaten zu ermitteln.